Burkhard Schittny
TUBES, die neuen Arbeiten von Burkhard Schittny
Der in Hamburg lebende Künstler Burkhard Schittny hat zunächst Mode-Design an der Kunstakademie in Bremen studiert, später dann Fotografie. Dem Diplom – eine fotografische Auseinandersetzung über Francis Bacons Werk – folgte 2001 der MA in Fine Art am renommierten Central Saint Martins College of Fine Art in London.
Seine konzeptuellen Arbeiten der Werkgruppe „Legacy Projects“ kreisen um das Thema „Macht“ und bedienen sich der künstlerischen Genres Fotografie, Video, Performance, Sound und Typografie. Andere Fotoserien wie etwa „Untitled“ verraten Schittnys besonderes Interesse an einer hybriden Bildwelt: Schittny kreuzt hier Fotografie, Film und Malerei und kreiert visuelle Flashbacks zwischen Abbild und Phantasie.
Mit seiner Werkgruppe TUBES betritt Schittny nun ganz neues Terrain: Die edlen Wandobjekte aus gerollten Filterfolien kombinieren Ideen geometrischer Abstraktionskunst der Avantgardekunst, der Nachkriegsmoderne und der Op-Art. Die parallele Anordnung erzeugt eine reliefartige, verspiegelte Oberfläche mit plastischer Tiefenwirkung.
Im Verzicht auf gegenständliche Inhalte liegt der besondere Reiz dieser Objekte, die sich je nach Blickwinkel und Lichteinfall verändern und changieren. Die TUBES haben eine rational-geometrische Struktur, sind aber im gleichen Maße auch sinnlich und in ihrem leuchtenden Glanz überwältigend. Gerahmt hinter Acryl, oder als großflächige Wandinstallation, halten die neuen Arbeiten von Burkhard Schittny perfekt die Wage zwischen minimalistischer Verdichtung und blendendem Illusionismus.